Jewish Odesa: Negotiating Identities and Traditions in Contemporary Ukraine
Jewish Odesa: Negotiating Identities and Traditions in Contemporary Ukraine erforscht die reiche jüdische Geschichte und das zeitgenössische jüdische Leben in der ukrainischen Hafenstadt Odesa. Lange Zeit galt Odesa als einzigartig kosmopolitische und jüdische Stadt, doch seit der Auflösung der Sowjetunion und der Unabhängigkeit der Ukraine hat sich der jüdische Charakter der Stadt im Zuge eines dramatischen Wandels der ethnischen und kulturellen Identitäten verändert.
Auf der Grundlage umfangreicher Feldforschungen untersucht Marina Sapritsky-Nahum, wie die Rolle der russischen Sprache und Kultur sowie die noch vorhandenen Erinnerungen an die Sowjetära kritisch neu bewertet wurden, was zu neuen Ausdrucksformen für die jüdische Gemeinde von Odesa im breiteren ukrainischen nationalen Kontext führte.
Jüdisches Odesa zeigt, wie eine Stadt, die einst für ihre fortschrittlichen und säkularen jüdischen Traditionen berühmt war, durch Migration geprägt und durch konkurrierende Projekte der jüdischen Wiederbelebung verändert wurde. Russlands Krieg in der Ukraine hat das jüdische Gemeinschaftsleben weiter herausgefordert und gleichzeitig ein tieferes Gefühl der ukrainisch-jüdischen Zugehörigkeit gefördert.

Datum
28.01.2025
Zeit
17:00 - 19:00
Kategorie
Buchvorstellung
Organisator
Universität Regensburg, „Denkraum Ukraine“
Ort
Universität Regensburg, Raum R008 (Rechts- und Wirtschaftsw. Seminargebäude), Universitätsstraße 31, 93053 Regensburg
