Sprache und kulturelles Erbe
Leitung: Prof. Dr. Guido Hausmann und Prof. Dr. Mirja Lecke
Das Themenfeld untersucht die politische Bedeutung und die aktuelle Bedrohung der ukrainischen Sprache sowie das kulturelle Erbe der Ukraine, verstanden im weiteren Sinne. Es verbindet regionale Bezüge zu Regensburg mit größeren, internationalen Kontexten.
Im Rahmen des Themenfeldes wurde ein Lektorat für Ukrainische Sprache an der Universität Regensburg eingerichtet.
Forschungsprojekte
Förderer:
EU im Rahmen der ERASMUS+-Aktion Jean Monnet Policy Debate
Leitung:
Prof. Dr. Mirja Lecke, Prof. Dr. Guido Hausmann
Laufzeit:
2023-2026
Das Projekt HER-UKR: Risiken und Chancen für EU Heritage Diplomatie in der Ukraine erforscht die Rolle von kulturellem Erbe in den EU-Außenbeziehungen. Das Regensburger Team widmet sich erstens einem Dilemma von aus der Sowjetzeit stammenden Literatur-Museen. Sie müssen ihr oft russozentrisches Narrativ im Kraftfeld von postsowjetischem Unabhängigkeitsdiskurs und Nationbuilding revidieren. Es untersucht zweitens anhand einiger Beispiele die Ausprägungen und den Wandel des politischen Totenkultes in der Ukraine seit 2022 und möchte drittens, auch im Vergleich mit Georgien, genauer die Bedrohung des sowie den Umgang mit dem Kulturerbe von Minderheitengruppen in der Ukraine erforschen.
Mehr erfahren:
Förderer:
Projekt EURIZON, finanziert durch das Forschungs- und Innovationsprogramm Horizont 2020 der Europäischen Union unter der Finanzhilfevereinbarung Nr. 87107
Leitung:
Prof. Dr. Taras Vintskovskii, Dr. Olena Syniavska
Wissenschaftlicher Betreuer:
Prof. Dr. Guido Hausmann
Laufzeit:
2024-2025
Während des Ersten Weltkriegs befand sich der Süden der Ukraine in der Zone der geopolitischen Interessen der Weltmächte, die die nördliche Schwarzmeerregion als ein Gebiet potenzieller bewaffneter Konfrontation und wirtschaftlicher Präferenzen betrachteten. Im Rahmen der Studie werden Archivdokumente und -materialien in ukrainischer und deutscher Sprache präsentiert, die hauptsächlich in den Archiven von Odesa aufbewahrt werden und die Präsenz der Truppen der Mittelmächte in der Südukraine, vor allem in Odesa und den umliegenden Gebieten, widerspiegeln.